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Was ist bei einem Schwertransport zu beachten?

Schwergut 21.03.2022

Was ist bei einem Schwertransport zu beachten?

Immer öfter kommt es vor, dass Speditionen besonders große, sperrige oder schwere Teile transportieren müssen. Doch beim Transport von Gegenständen, die über das zulässige Maximalgewicht oder über bestimmte Dimensionen hinausgehen, ist hierzulande einiges zu beachten – besonders wichtig: die Genehmigungspflicht. Diese dient dazu, Unfälle und außerordentliche Straßenermüdung zu verhindern. Folgende Dinge sollten Fahrer und Speditionen über die Organisation von Spezialtransporten wissen:

Ab wann ist ein Transport ein Schwertransport?

Ein Schwer- oder Sondertransport ist dann erforderlich, wenn Ware transportiert werden muss, die zu groß oder zu schwer für einen normalen Lastwagen ist oder die den LKW größenmäßig überragt. Da solche Transporte zu einer übermäßigen Beanspruchung der Straßen führen und gleichzeitig ein Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen, müssen sie stets genehmigt werden.

Im Grunde muss eine Genehmigung immer dann erfolgen, wenn ein Fahrzeug mit Ware oder ein Sonderfahrzeug breiter oder schwerer ist als es die Straßenverkehrszulassungsordnung erlaubt.

 

Arten von Schwertransporten

Grundlegend unterscheidet man zwischen vier Arten des Schwertransports. Unternehmen, die regelmäßig mit Sondertransporten zu tun haben, können sich die Fahrtenplanung und -genehmigung durch die Zusammenarbeit mit einem Profi wie Projektspedition Arnold erleichtern. Trifft eines der nachfolgenden Kriterien zu, handelt es sich um einen Schwertransport:

–  Ist die zu transportierende Ware sehr groß, aber leicht, spricht man von einem Großraumtransport.

–    Bei großen Dimensionen und hohem Gewicht handelt es sich um einen Schwertransport.

–  Großraum- und Schwertransporte sind notwendig, wenn die Ware sehr große Abmessungen und ein außerordentlich hohes Gewicht hat.

– Einen Lastwagen, der samt Ware eine Gesamtlänge von mehr als 20 m auf die Straße bringt, muss als Langtransport genehmigt werden.

 

Größte Abmessungen und Gewichte für die Straße

In der Straßenverkehrszulassung wird geregelt, wie breit, wie lang und wie hoch die am gewöhnlichen Verkehr teilnehmenden Fahrzeuge sein dürfen. So darf auf der Straße beispielsweise die Länge von maximal 18,75 m nicht überschritten werden. Die Breite von Nutzfahrzeugen darf in der Regel 2,55m, in gewissen Fällen aber auch 3m betragen. Bei der Maximalhöhe gilt eine Grenze von 4m. Diese Begrenzungen dienen einerseits der Verkehrssicherheit, wirken aber auch einer zu starken Abnutzung der Straßen entgegen.

Überschreitet ein Transport diese Abmessungen, wird eine Genehmigung erforderlich. Im Rahmen der Genehmigung muss auch eine Route geplant werden, welche das Fahren mit derart hohem Gewicht oder Maß zulässt. Bei besonders schweren und großen Transporten muss von Sachverständigen im Einzelfall geprüft werden, bei welchen Parametern die maximale Belastungsgrenze einer Straße erreicht wird.

 

Welche Voraussetzungen müssen für einen Schwertransport gegeben sein?

Unternehmen, die Ware per Sondertransport von A nach B befördern möchten, müssen entweder selbst über eine Schwerlastgenehmigung einholen oder mit einer erfahrenen Schwerlast-Spedition zusammenarbeiten. Bevor der Sondertransport auf die Straße darf, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

-Ist ein Lastkraftwagen samt Auflagefläche größer als es die Straßenverkehrszulassungsordnung erlaubt, muss für das Fahrzeug eine Sondergenehmigung vorliegen. Diese Genehmigung stellt die Basis für die Transporterlaubnis dar, ist jedoch alleine noch nicht ausreichend.

– Um eine Transporterlaubnis zu erlangen, muss der Unternehmer oder seine Spedition eine individuelle Transporterlaubnis beantragen. Dieser Antrag wird bei den für den Firmensitz oder Startort zuständigen Behörden beantragt. Diese holen dann die Genehmigungen weiterer Straßenbehörden ein, deren Streckenabschnitte vom Sondertransport passiert werden sollen.

 

Wann dürfen Schwertransporte auf die Straße?

Die Verkehrssicherheit soll durch Sondertransporte nicht beeinflusst werden. Deshalb dürfen Schwertransporte oder besonders breite Fahrzeuge nur zu bestimmten Zeiten auf die Straße. Dadurch soll verhindert werden, dass sie zu Stoßzeiten unterwegs sind und Staus oder Unfälle verursachen.

Schwertransporte – vor allem aber Transporte mit Überbreite – dürfen demnach nur wochentags zwischen 09:00 Uhr und 15:00 Uhr durchgeführt werden. In Ausnahmefällen dürfen Sondertransporte, die besonders sperrige und große Gegenstände transportieren, auch nachts fahren. Ist der Zeitrahmen abgelaufen, bevor er am Ziel ist, muss der Transport verkehrssicher abgestellt werden.

Fahrzeuge, die besonders lang oder breit sind, müssen in der Regel von Begleitfahrzeugen patrouilliert werden.  Fahrer von Schwertransporte sollten stets einen Nachweis über die Transporterlaubnis mitführen, um hohe Geldbußen zu vermeiden. Unternehmen und Speditionen, die im Alltag selten mit der Organisation von Schwertransporten in Berührung kommen, sollten sich von Experten beraten lassen, um Fehler zu vermeiden.

 

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