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Welche systematischen Abläufe stecken hinter Logistikunternehmen

Info 30.04.2019

Bei Logistik denkt man meist sofort an eine Spedition oder an den Briefversand mit der Deutschen Post. Doch die Logistikbranche zählt noch viel mehr Mitglieder. Sie alle sind damit beschäftigt, Waren, Produkte oder auch Dokumente und Personen termingerecht und flexibel sowie unversehrt zum Empfänger zu bringen. Damit das reibungslos funktioniert, muss jedes Unternehmen gut organisiert sein und erprobte systematische Abläufe implementiert haben.

Systematischen Abläufe in der Logistikbranche

Foto: Pixabay.com, © delphinmedia, CC0 1.0

Ein Blick auf die Branche
Eine „Logistik“ im engeren Sinne kommt in fast jedem Betrieb vor. Einige Hersteller liefern ihre Produkte mit eigenen LKWs direkt zum Kunden. Damit sind die Logistik und der Warenversand in derselben Hand. Das ist allerdings nicht immer möglich und auch nicht immer gewünscht. Besser ist es, den Fachleuten die manchmal umständlichen Transportabläufe zu übertragen. Gerade bei großen Waren, Schwertransporten oder weiten Strecken und Auslandssendungen.

Ein genereller Ablauf unterscheidet sich in den verschiedenen Unternehmen bereits dadurch, dass ein Taxiunternehmen eine völlig andere Aufgabenstellung hat als beispielsweise die Post oder ein Kurierdienst. Zur Logistikbranche gehört aber auch die Eisenbahn, Lagerdienstleister, Reedereien und Fluggesellschaften. Die Vielzahl der Aufgaben, die die Profis stets unter Zeitdruck bewältigen müssen, lässt sich daher nur mit einer passenden Software organisieren.

Welche Sparten sind zu berücksichtigen?

Neben den oben bereits erwähnten Unternehmen gibt es verschiedene Arten von Logistik, die entsprechend auch unterschiedliche Abläufe notwendig machen. Beispielsweise die Baustellenlogistik und die damit verbundenen Fahrzeuge anbetrifft. Ferner auch Nahrungslogistik oder Beschaffungslogistik. Dabei sind bei der Planung neben den Terminen (just-in-time-Lieferung) noch der Einsatz von Geräten wie Krans für die Baustelle einzuplanen.

Bei der Nahrungslogistik kommt es auf hygienischen Transport unter Einhaltung der Kühlkette an. Bei der Beschaffung im Auftrag des Kunden (als Distributor), muss der Logistiker den Einkauf der Produkte und die rechtzeitige Bestellung der Ware organisieren. Dazu kommen die Lagerlogistik, das Verpacken und der rechtzeitige Versand an den Endkunden.
Im Vergleich dazu fallen bei einem Logistiker wie der Deutschen Post (DHL) zusätzlich Aufgaben wie das Leeren der Briefkästen und das Sortieren der Briefe und Päckchen an. Daran lässt sich bereits erkennen, dass die Anforderungen an die Systematik der Abläufe recht unterschiedlich sind. Dennoch gibt es auch Gemeinsamkeiten.

Welche generellen Abläufe sind zu berücksichtigen?

Egal, um welche Art von Logistikunternehmen es sich handelt, einige Abläufe oder auch Abteilungen und Bereiche haben sie alle gemeinsam: Sie benötigen eine gut funktionierende Verwaltung mit speziell ausgebildeten Mitarbeitern, einen Fuhrpark, ein Lager, eine Buchhaltung und eine schnelle und flexible IT-Lösung für die Überwachung und Buchung der Transporte.

Die Unternehmen müssen – genau wie jede andere Firma – den Kunden individuell beraten und passgenaue Lösungen anbieten können. Nach der Angebotserstellung erfolgt im Idealfall ein Auftrag, der dann die nächsten Schritte auslöst. Jetzt geht es an die Organisation des gewünschten Transports und am Ende sollte im Normallfall der Zahlungseingang des Kunden stehen, der in der Buchhaltung abgewickelt wird.

Unterschiedliche Transportabläufe je nach Unternehmen – einige Beispiele

Ein Taxiunternehmen wird beim Transport die Kapazitäten und Verfügbarkeit der Fahrer und Fahrzeuge prüfen und einen Wagen senden können. Ein Schwertransport einer Baumaschine von Stuttgart nach Uruguay wird jedoch mehr Schritte erforderlich machen.

Dabei müssen zusätzlich noch Sicherheitsbestimmungen überprüft und eingehalten werden. Zudem wird die Erstellung unterschiedlichster Dokumente und Genehmigungen erforderlich. Müssen zum Transport nach einer LKW-Abholung noch ein Schiff oder ein Flugzeug gebucht werden?

Wenn es sich um Speditionen handelt, die Just-in-Time-Lieferungen aus Kommissionswarenlagern durchführen, stehen bei einer eiligen Anforderung wieder andere Aufgaben an. Muss Ware erst verpackt werden oder steht im Lager die erforderliche Menge bereits bereit?

Just-in-Time-Lieferungen

Foto: Pixabay.com, © Free-Photos, CC0 1.0

Eine Lager- und Verpackungslogistik sowie eine Beschaffung von Verpackungsmaterial wie Kartons oder auch der Verwaltung von notwendigen KLT-Kisten gehören dann dazu. Bei den KLTs handelt es sich um Kleinladungsträger aus Plastik nach VDA-Standard für die Industrie (Autoindustrie). Sie werden auf zugehörigen Europaletten versendet und müssen anschließend gereinigt wieder zurückgeführt werden für die nächste Lieferung. In diesem Fall müssen die KLT-Container überwacht und eingebucht werden, da bei Verlust Gebühren anfallen.

Das System der Absatzlogistik oder auch Distributionslogistik

Die Distributionslogistik kommt am häufigsten vor. Bei ihr finden sich hauptsächliche drei Aufgabenbereiche:

  • Zunächst gibt es die operativen Aufgaben, unter denen sich der Kundenkontakt und Kundenservice befindet. Dazu zählen die gesamte Abwicklung der Aufträge und des Versands inklusive Tourenplanung aber auch die Bearbeitung von Retouren oder Reklamationen.
  • Daneben müssen taktische Aufgaben bewältigt werden, zu denen der Service, die Abwicklung der Logistik als Eigen- oder Fremdleistung oder auch das Fuhrparkmanagement gehören.
  • Zuletzt sind noch strategische Aufgaben bezüglich des Marketings und der verschiedenen Transportnetzwerke oder auch der Standortwahl zu organisieren.
  • Für den Warentransport sind auf sinnvolle Art und Weise der Transport der Ware, das Ein- oder Umlagern, das Kommissionieren und Sortieren, sowie das Auslagern samt Verpackung, Verteilung und Erstellung der Papiere zu verknüpfen.

Um den gesamten Materialfluss zwischen dem Auftraggeber und dem Endkunden korrekt abwickeln zu können, legt sich jedes Unternehmen ein individuelles System zurecht. Dieses verknüpft auf logische und flexible Weise alle oben genannten notwendigen Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge für ein optimales Ergebnis. Dies sollte im Idealfall kostengünstig sein und den Kunden zufriedenstellen.

Einsatz einer Software ist unabdingbar

Um bei dieser Vielfalt korrekte Planungen, Verpackungen und Lieferscheine zu garantieren und weltweit mit Subunternehmern alles richtig abzuwickeln, kommen die Logistiker nicht ohne eine gute Software zurecht. Nur dann können die qualitativ hochwertigen Leistungen zu angemessenen Preisen realisiert und die eigenen Kosten gesenkt werden. Und das alles, ohne den Überblick zu verlieren!

Ein gutes ERP-System muss mindestens die sechs Haupteinsatzgebiete abbilden und logisch und sinnvoll miteinander verknüpfen (in alphabetischer Reihenfolge): Beschaffungslogistik, Distributionslogistik, Entsorgungslogistik, Informationslogistik, Lagerlogistik und Produktionslogistik.

Fazit

Die Logistikunternehmen leisten mehr, als der Kunde es vermutet. Dafür sind die Anforderungen an Liefertreue, Flexibilität und Kundenfreundlichkeit sowie Qualität sehr hoch. Für die Unternehmen gibt es kein einheitliches System oder Erfolgsrezept, wie die Abläufe am besten getaktet werden können. Dazu gibt es in jeder Firma eine eigene Strategie, die anhand des Kundenstammes, der Art der Aufgaben, der Waren, der zu bewältigenden Strecken und der verfügbaren Mitarbeiter zu einem individuellen System verknüpft werden.

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