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Arbeitserleichterung: Digitale Lösungen für die Logistik

Digitalisierung, Logistik 4.0 18.05.2022

 

Die Herausforderungen der Logistik sind vielfältig. Die Planung von Touren und Koordination der Flotten erfordern gleichermaßen effiziente Lösungen wie die interne Auftragsverwaltung, das Lagermanagement oder die Kalkulation von Kosten. Die Digitalisierung bringt attraktive Arbeitserleichterungsmaßnahmen mit sich. Nachfolgend ein kleiner Einblick.

 

Software für die Logistikbranche

 

Transport und Logistik sind systemrelevante Wirtschaftsakteure. Damit Waren pünktlich bei der Kundschaft ankommen, braucht es ein cleveres Management für effiziente Abläufe. Ob Tourenplanung und Flottenkoordination inklusive Ortungssystem zum Echtzeit-Tracking von Fahrzeugen, Tools zur Vereinfachung der administrativen Arbeiten oder die digitalisierte Lagerverwaltung: Die Auswahl an Software für die Logistikbranche ist groß und hält für jeden Bedarf Verbesserungspotenzial bereit. Sie erlaubt die Optimierung von Intra-, Fracht- und Distributions-Logistik.

 

Unter anderem nimmt die Digitalisierung auf folgende Aspekte positiven Einfluss:

 

-Effizienz in der Intralogistik (z. B. durch Roboter)

-Auslastung im Straßengüterverkehr

-Zeitaufwand in der Frachtdokumentation

 

Modulare Ansätze für die bedarfsgerechte Digitalisierung

 

Allerdings besteht bei mangelnder Übersicht die Gefahr, dass digitale Angebote zur Arbeitserleichterung unnötige Funktionen und damit Kostentreiber umfassen. „Achten Sie bei der Wahl von Transport-Software besonders darauf, dass das gewünschte System modular konzipiert ist“, rät der brandenburgische Entwickler für digitale Lösungen sendOS in einem Beitrag über Software für Speditionen. „Dieser Aufbau erlaubt es Ihnen, sich eine maßgeschneiderte Lösung mit vielen Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten zusammenzustellen, ohne zusätzlich für Komponenten zahlen zu müssen, die Sie für Ihr Tagesgeschäft gar nicht benötigen.“

 

Digitale Lieferscheine sparen Zeit, Geld und Ressourcen

 

Viele Jahrzehnte war der Lieferschein aus Papier eine Selbstverständlichkeit. Doch die damit verbundenen Nachteile haben die Entwicklung einer digitalen Alternative angetrieben. Während die Zettelwirtschaft wertvolle Zeit kostet, anfällig für Fehler ist und den Papierverbrauch in die Höhe treibt, bringt der digitale Lieferschein eine immense Arbeitserleichterung, nicht zu unterschätzende Kostenersparnisse und eine erhebliche Entlastung für das Ökosystem. Die Dokumente stehen dank mobiler Endgeräte den Fahrern zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung und die elektronische Unterschrift ermöglicht die unkomplizierte Bestätigung des Warenempfangs durch Kunden. Durch Schnittstellen hat die Zentrale von Logistikunternehmen die Daten unmittelbar im Abrechnungssystem, was die Verwaltung maßgeblich beschleunigt.

 

Tracking und künstliche Intelligenz

 

Das Digitalisieren der Transportlogistik fördert die Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Neben den typischen Systemen rund um das Customer-Relationship-Management (CRM) beziehungsweise Enterprise Resource Planning (ERP) werden inzwischen vielerorts modernste Waren- und Fahrzeug-Trackingsysteme im Rahmen von Internet-of-Things-Lösungen angewendet. Künstliche Intelligenz optimiert das Lagern und Verarbeiten von Gütern. Die Automatisierung spielt dabei eine besonders wichtige Rolle.

 

Künstliche Intelligenz hilft bereits dabei, globale Warenbewegungen über Datenbanken zu analysieren und komplexen Prozessen innerhalb der Logistik ein Höchstmaß an Effizienz zu verleihen.

 

Datenbrillen, Drohnen und mehr

 

Eine tragbare digitale Lösung zur logistischen Arbeitserleichterung bieten sogenannte Datenbrillen. Sie finden bei der Kommissionierung Verwendung und ersetzen mobile Datenerfassungsgeräte – kurz MDE-Geräte. Es handelt sich um spezielle Brillen mit integriertem Display, worauf Mitarbeitenden zentrale Informationen zu Aufträgen angezeigt werden. Beispielsweise lässt sich darüber erfahren, wo gesuchte Ware im Lager aufbewahrt wird. Ein Barcode-Scanner ermöglicht anschließend die Kontrolle, damit auch tatsächlich die gewünschten Güter beim Kunden landen. Die Arbeitserleichterung für Kommissionierer ist enorm.

 

Als Beispiel für derartige virtuelle Assistenten dient die Pick-by-Vision-Datenbrille von Picavi mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Das System kommt als bislang weltweit größte Datenbrillenflotte in der Intralogistik beim führenden Unternehmen der Drittanbieter-Logistik Neovia Logistics mit über 100 Standorten in mehr als 20 Ländern zum Einsatz. Auch Logistikdienstleister Fiege nutzt am Standort Worms Datenbrillen zum Kommissionieren und gewährt Einblicke in die Funktionalität der Hardware:

 

 

Drohnen machen Inventur

 

Wenn Drohnen durch riesige Lagerhallen fliegen, um Menschen die zeitaufwändige Warenerfassung abzunehmen, ist das längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern produktive Realität. Integrierte Scanner ermöglichen die automatisierte Drohneninventur. Als ein führender internationaler Akteur der Drohnenentwicklung für professionelle Einsätze gilt Delta Drone.

 

Digitale Biomechanik entlastet den menschlichen Bewegungsapparat

 

Ein weiterer spannender Teilbereich der Digitalisierung in der Logistik umfasst die digitale Biomechanik in Form von Exoskeletten. Hintergrund: Zahlreiche Arbeitsunfähigkeitstage gehen auf Erkrankungen des Muskel-Skeletts zurück – auch in der Logistikbranche. Viele Mitarbeitende müssen täglich in Lagern schwere Güter heben und leiden unter entsprechenden Gesundheitsproblemen. Sogenannte Exoskelette dienen als physische Assistenzsysteme und können Menschen bei diversen Arbeiten unterstützen.

 

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA bietet unter anderem die biomechanische Analyse der digitalen Biomechanik und erklärt online: „Die aus den Simulationen ermittelten biomechanischen Beanspruchungsänderungen liefern eine objektive Grundlage für die Evaluation des Assistenzsystems, z.B. zur Prävention von muskuloskelettalen Erkrankungen oder Komfortbewertung.“

 

Die digitale Transformation steht am Anfang

 

Das Potenzial in Sachen künstliche Intelligenz (KI), Vernetzung und Big Data ist für die Logistikbranche längst nicht ausgeschöpft. Viele digitale Neuerungen beziehen sich nach wie vor auf die Vergangenheit beziehungsweise die damit verbundenen Fehler. Die Zukunft der Digitalisierung besteht jedoch darin, letztere weiterzudenken und sich von bisherigen Prozessen zu lösen. Dank KI werden nicht Schlussfolgerungen aus Erfahrungswerten die Logistik von morgen prägen, sondern visionäre Prognosen.

 

Weiterführende Informationen zum Nachlesen: Wie wichtig ist IoT in der Logistik?

 

Bilder 1+2: Pixabay (falco)

 

Weitere interessante Seiten:

Digitales Dokumentenmanagement: Logistik wird papierlos

Drohnenlieferung als Alternative?

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