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Drohnenlieferung als Alternative?

Nachrichten | 15.08.2019 | | Verkehr | Thema: , , , , , ,

Der Einsatz von Drohnen erhält in der Logistikbranche einen immer höheren Stellenwert. Drohnen können helfen,Betriebsprozesse effizienter, agiler wettbewerbsfähiger und vor allem nachhaltiger zu gestalten. Drohnen können beispielsweise zur Autmatiserung von Hochregallagern und anderen Lagersystemen eingesetzt werden. Als Anwendungsgebiete sind zum einen der innerbetriebliche und außerbetriebliche Transport sowie der Versand und die Verteilung von Gütern geplant. Letztlich stehen für einen guten Logistiker immer Zuverlässigkeit, Service und maximale Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt. Nur wenn diese Eckpfeiler des Unternehmens erhalten oder gar verbessert werden können, wird sich ein Logistiker für die Drohnentechnologie entscheiden. Der Bedarf an  Kurierfahrer könnte dann erheblich reduziert werden. So würden Kosten gedämpft, jedoch würden so auch einige Services wegfallen. Es ist bei einigen Logistikern üblich, nicht nur Pakete zu empfangen, sondern diese dem Kurier auch gleich mit zu geben. Ob und in welcher Weise dies auch mit einer Drohne machbar wäre, ist noch unklar. Auch die Lager müssten umstrukturiert werden. Ein Logistikunternehmen bräuchte Lande- und Ladeplätze für Drohnen. Je nach Beschaffenheit der Halle wäre zu klären, ob das Gerät zum Lagerungsort eines Produktes hin fliegen soll, oder ob die Drohne anderweitig dorthin gebracht werden muss. Möglich wäre auch der umgekehrte Weg, dass nämlich alle Produkte zu einer Beladungsstation gebracht werden müssen. Dies wird zur Herausforderung, wenn ein Logistiker in seinem Service eine große Bandbreite an Fracht anbietet. Auch müsste ein Empfänger nicht mehr unbedingt zu Hause sein. Durch die Integration von leistungsfähiger Identifikationstechnik, wie Bildverarbeitung oder unterschiedlichen Sensoren in Drohnen können die Prozesse in der Intralogistik deutlich effizienter gestaltet werden. Die Automatisierung verschiedenster Prozesse zieht eine deutliche Reduktion der Zeit und der Kosten nach sich. Beispielhafte Anwendungsszenarien für Drohnen in der Logistik sind der Transport von kleinen und leichtgewichtigen Gütern oder die Durchführung einer autonomen Inventur mithilfe von Drohnen. Die Fertigkeiten der einzelnen Drohnentypen reicht von der  reinen Identifizierung durch Implementierung verschiedener Sensoren, über eine Drohne an die ein Lastaufnahmemodul angebracht werden kann bis hin zu einer rollenden und fliegenden Drohne mit integriertem Lastaufnahmemodul.  Einsatzgebiete fürDrohnen ausserhalb des Firmengeländes kann es sein schnell Medikamente an entlegene Orte zu liefern. Auch auf der letzten Meile kann es sinnvoll sein. Drohnenn werden zwar auch in Zukunft keine Schwerlasten liefern oder sperrige Güter. Für kleine, leichte und besonders eilige Produkte müsste sich aber aus rein technischer Sicht schon. Die NASA hat bereits Pläne, Empfehlungen zu Flugverkehrskontrollsystemen für Drohnen zu veröffentlichen. So soll eine breitere kommerzielle Lieferung bis zum Jahr 2020 möglich sein. BI-Intelligence hält es für realistisch, dass Amazon bis 2022 in der Lage sein wird, ein Paket binnen 20 Minuten auszuliefern.Die Flugobjekte liefern neben Karten- und Geodaten auch Paketinformationen. So bieten sie nicht nur einen größeren Analysemaßstab, sondern auch eine höhere Effizienz, da Daten schneller, präziser und fehlerfreier gesammelt werden können

Herausforderungen beim Einsatz

Mini-Drohnen können derzeit lediglich Waren mit einem Gewicht von bis zu 2,5 kg transportieren, womit sich die möglichen Anwendungsbereiche bereits deutlich einschränken. Die bisher eingesetzten Drohnen können pro Lieferung nur eine Distanz von maximal 16 km zurücklegen. Der Dienst beschränkt sich auf einen Kundenkreis in Ballungsräumen.Anschaffung und Betrieb der 8-motorigen Fluggeräte sind teuer.  Die Deutsche Flugsicherung macht darauf aufmerksam, dass bei kommerziellem Flug ausserhalb der Sichtweite des Drohnensteuerers  das Luftfahrt-Bundesamt vorab zu konsultieren ist für eine Genehmigung. Bedenken gibt es zum anderen von Seiten der Datenschützer: Unternehmen und sonstig interessierte Einrichtungen könnten auf diesem Wege jederzeit ermitteln, wann sich eine bestimmte Person wo aufhält. Es darf nur bei Tag geflogen werden und nicht über Personen und Personengruppen.

Drohnennutzung in der Wirtschaft

Die DHL benutzt Drohnen beispielsweise bereits, um Medikamente in Tansania auf eine Insel im Viktoriasee zu liefern. In Deutschland hat DHL in einem Pilotprojekt bereits einen Drohnentransport zwischen der Hafenstadt Norden und der Nordsee-Insel Juist über mehrere Monate getestet.  Je nach Wind benötigt die Drohne für die 12 km lange Strecke rund 16 Minuten. In Notfällen kann nach DHL-Angaben über eine mobile Bodenstation eingegriffen werden. Es waren Genehmigungen der Flugsicherung, der Nationalparkverwaltung Wattenmeer  nötig. Hingegen die Schweizerische Post  hat nach dem Drohnenabsturz Anfang 2019 die Testflüge vorerst eingestellt. Die Drohne stürzte aus noch unbekannten Gründen in den Zürichsee. Kaum ein halbes Jahr später kam es erneut zum Ansturz einer Drohne.  Dieses Mal stürzte die rund 10 Kilogramm schwere Drohne ungebremst, da sich der Fallschirm von der Drohne gelöst hatte, nur rund 50 Meter neben  einem Kindergarten mit spielenden Kindern zu Boden. Daraufhin wurde der weitere Betrieb vorerst eingestellt. Amazon hat mit Prime Air die Auslieferung von Bestellungen mit Rotor-Drohnen geplant. Der Einsatz wurde für die Vereinigten Staaten anvisiert. Ihr Einsatz zur Auslieferung im Internet bestellter Lebensmittel wird angesichts ihrer geringen Traglast vorerst nicht erwogen. Google entwickelt ebenfalls Fluggeräte, die Produkte innerhalb kürzester Zeit zum Kunden bringen sollen. Zum Einsatz kommen sollen sie in schwer zugänglichen Gebieten ebenso wie in Millionenstädten mit dichtem Verkehr. In Zusammenarbeit mit Händlern in San Francisco, Los Angeles und New York City sollen die Flugroboter zur Marktreife gebracht werden. Mit einem Prototyp hat Google in Australien bereits zwei Farmen beliefert. Aus Sicherheitsgründen würden die Drohnen nicht landen und die Ware über ein Seil herablassen. Wiederum SEAT, der Automobilhersteller hat mit dem Logistikdienstleister Grupo Sesé eine Drohnenlösung eingeführt. Der Drohnenflug verbindet das Logistikzentrum von Sesé in Abrera mit dem Seat-Werk in Martorell. So wird sich die Lieferzeit um ca. 80 Prozent verkürzen. Der Drohnenflug spart demnach aber nicht nur Zeit, sondern auch CO2. Denn die Drohne mit dem ohnehin geringeren CO2-Ausstoß wird  zudem auch mit Strom aufgeladen, der aus erneuerbaren Energien stammt. Bei dem Projekt stehe aber auch Sicherheit an oberster Stelle.

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