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Elektro-Lkw – Zwischen Realität und Zukunftsvision

Nachrichten | 30.10.2017 | | Verkehr, Wirtschaft | Thema: , , ,

Experten sind sich einig, dass sich der elektrische Antrieb bei Fahrzeugen durchsetzen wird. Beim Lastkraftwagen schien die E-Variante bislang schwer vorstellbar. Aktuelle Beispiele verdeutlichen jedoch, dass die Zukunft von E-Lkw längst begonnen hat.

Während bei DHL Elektrotransporter zur effizienten Paketauslieferung im Einsatz sind, welche mit Ford entwickelt und zu Beginn belächelt wurden, zeichnen sich in der Branche weitaus eindrucksvollere Realisierungen der E-Mobilität ab. In der Schweiz sorgt beispielsweise der 110 Tonnen schwere E-Dumper für Aufsehen, ein Muldenkipper mit elektrischem Antrieb. Als größtes E-Fahrzeug der Welt kommt der Komatsu 605 HD ohne Dieseltreibstoff aus und produziert kein CO2. Grenzen bezüglich des Gewichts gibt es für E-Fahrzeuge längst nicht mehr, wie dieses Extrem beweist.

Ohne Fahrer unterwegs: Selbstfahrende Lkws

Lkw-Fahrer sind teuer, weshalb die Logistikbranche den selbstfahrenden Elektroautos entgegenfiebert. Beim Einsatz von Schwermaschinen werden die steigenden Personalkosten für immer mehr Betriebe zum Problem. Zwar profitiert die Logistikbranche dahingehend schon heute vom zunehmenden Internethandel, doch in Sachen Produktivität gibt es keine Grenzen. Ohne Trucker brechen dabei nicht nur für Logistiker goldene Zeiten an. Auch Lkw-Hersteller würden profitieren, da der Markt nach autonomen Systemen verlangt und gegenüber der Pkw-Branche Car-Sharing-Konzepte keine Option sind. Ebenfalls angekurbelt wird der Umstieg auf E-Lkws durch die Debatte um Dieselfahrverbote in Städten. Logistikbetriebe ohne E-Fahrzeuge könnten schon bald das Nachsehen haben und wichtige Aufträge an innovative Mitbewerber verlieren.

Die Realisierung von selbstfahrenden Lkws wird in mehreren Schritten verlaufen, doch aufzuhalten, scheint die Vision nicht. Zu Beginn sind erste Fahrten ohne Steuermann zwischen Autobahnauffahrten denkbar. Das Parken auf dem Betriebsgelände könnte zunächst nicht ohne Trucker möglich sein. Die Branche rechnet aber damit, dass Fahrzeuge bis 2035 tatsächlich autonom fahren könnten. Die Zukunft wird unter anderem von selbstfahrenden Lkw, Bussen, Müllabfuhren und Taxis geprägt sein. Für Innenstädte wären die umweltfreundlichen Fahrzeuge eine Wohltat, schließlich fahren sie leise und abgasfrei. Für Arbeitnehmer in der Logistik fällt die Freude über selbstfahrende Fahrzeuge verständlicherweise weniger euphorisch aus: Millionen von Arbeitsplätzen könnten wegfallen. Wie die Stellen anderweitig geschaffen werden könnten, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben, bleibt eine zu klärende Frage.

Herausforderungen

Bis der Elektro-Lkw zum Standard avanciert, müssen zweifelsfrei noch einige Herausforderungen gemeistert werden. Neben gesetzlichen Rahmenbedingungen braucht es ein flächendeckendes Netz an Ladestationen und die Batteriesysteme müssen optimiert werden. Dabei spielt nicht das Gewicht der Batterie die zentrale Rolle, sondern ihre Aufladegeschwindigkeit. Sie muss möglichst schnell sein, was angesichts der aktuellen Entwicklung schon bald kein Thema mehr sein dürfte.

Aufgrund des massiven Innovationsdrucks und der kontinuierlich steigenden Geschwindigkeit des Entwicklungsprozesses ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis E-Lkws die Straßen füllen. Mit ihnen wird zum einen eine massive Minderung der Umweltverschmutzung einhergehen. Zum anderen wird in Sachen Unfallopfer ein Rückgang erwartet. Ist die Technologie erst einmal ausgereift, könnten selbstfahrende Fahrzeuge zuverlässiger und sicherer unterwegs sein, als es mit menschlicher Arbeitskraft je möglich wäre.

Pressemitteilung/ Bild: pixabay

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