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Logistik 2030

Nachrichten | 30.09.2019 | | Unternehmen, Wirtschaft | Thema: , , , ,

Im September haben Andreas Scheuer Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Steffen Bilger das Innovationsprogramm Logistik , welches im Koalitionsvertrag verankert ist vorgestellt. Nach Scheuer wird die Logistik 2030 automatisiert  vernetzt digitalisiert , aber auch klima- und umweltfreundlich aussehen „Heute sind klima- und umweltfreundliche Transporte nur ein Geschäftsmodell unter vielen. 2030 ist das der Standard. Und das fördern wir“ Die Logistik muss zum Klimaschützer Nummer Eins werden“, sagte Scheuer vor rund 200 Gästen, als er sich grundlegend zu den Anforderungen des Verkehrssektors für den Klimaschutz äußerte. Bei der Vorstellung des Innovationsprogramms legte Bilger, der als Koordinator Güterverkehr und Logistik das Innovationsprogramm verantwortet, den Schwerpunkt auf den Klimaschutz und die Digitalisierung. „Da sehen wir sehr viele Potenziale“, sagte der Verkehrsstaatssekretär. Es gehe um Themen wie den Breitbandausbau, autonomes Fahren oder Parkplatzmanagement für alle Verkehrsträger. Weitere Maßnahmenfelder sind das Transportmanagement, dazu gehören laut Bilger Plattformökonomien sowie das leidige Thema der Genehmigungen für Großraum- und Schwerlasttransporte. Auch der Berufswelt der Zukunft, den Verkehrsträgern Schiene, Straße, Wasserstraße sowie den Häfen und dem Verkehr sind jeweils Maßnahmenfelder gewidmet. Digitale Frachtinformationen, LNG-betriebene Containerschiffe, hochautomatisierte Hafenkräne, elektrifizierte Schienenstrecken, Lkw mit Wasser- und Brennstoffzelle sowie eine emissionsfreie letzte Meile, unter dem Einsatz von kleinen Lieferfahrzeugen mit Brennstoffzellen-Antrieb, Lastenrädern oder Drohnen.

Transformation in vollem Gange

Steffen Bilger, machte deutlich, dass die digitale Transformation der Transport- und Logistikwirtschaft in vollem Gange sei. Mit dem Innovationsprogramm lege man den Fokus auf die Zukunft. Viele Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft und der Wissenschaft hätten sich in den Prozess eingebracht und engagiert. Bilger betonte, dass das Innovationsprogramm ein lebendes Werk sei, in das er aktuelle Entwicklungen aktiv einbringen wolle. Der Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik kündigte an, nun zeitnah eine Innovationskommission unter seiner Leitung einzuberufen, um gemeinsam mit Experten aus Unternehmen und Wissenschaft das Innovationsprogramm weiterzuentwickeln. Das erklärt die Motivation hinter dem Innovationsprogramm Logistik 2030, das zurzeit unter seiner Federführung entsteht.

Logistikberufe, Strassen und Binnenschiffahrt optimieren

Das Ziel umreißt Bilger, wie folgt: „Wir wollen, dass wir Innovationsstandort und Logistikweltmeister bleiben.“ Im Maßnahmenfeld zu den Häfen verspricht das Ministerium die Prüfung eines Forschungsprogramms speziell für die Binnenschifffahrt. Hier sind bei den Umsetzungsschritten neue Transportsysteme wie Hyperloop und Schwerlastdrohnen erwähnt. Bei der Straße soll eine digitale Übersichtskarte für das für Lang-LKW freigegebene Streckennetz entstehen. Neu ist, dass die Schiene und die Binnenschifffahrt beim automatisierten Routing berücksichtigt werden sollen. Noch vor Veröffentlichung des Masterplans Binnenschifffahrt hatte die Branche kritisiert, dass sie gegenüber dem Straßentransport benachteiligt ist. Denn bei der Planung darf der Straßentransportunternehmer entscheiden, welches Transportmittel das Beste ist. Im Maßnahmenfeld zur Berufswelt ist neu, dass das BMVI auf erleichterte Zugangsvoraussetzungen, beispielsweise im Sprachenregime für den internationalen Schienengüterverkehr in Europa hinwirken will. Explizit erwähnt ist die Erhöhung des Frauenanteils in den Logistikberufen.

Integration von Umschlaganlagen in den Raumordnungsplänen

Beim Maßnahmenfeld „Vernetzte Transportwelt“ wird nun vereinbart, dass „Flächen für Umschlaganlagen in den Raumordnungsplänen der Länder Berücksichtigung finden“ sollen. Die Binnenhafenwirtschaft klagt schon lange, dass Häfen nicht mehr erweitert werden können, weil Siedlungen immer mehr an die Gewerbegebiete heranrücken. Bilger betont, dass das Innovationsprogramm ein lernender Prozess sein soll. Es werde sich stetig weiterentwickeln. Für die Umsetzung will er zeitnah eine Innovationskommission einberufen.Die Logistikbranche sieht sich mit einer Vielzahl an Innovationen und neuen Technologien konfrontiert. Die Bundesregierung möchte das Ihre dazu beitragen, Unternehmen dabei zu unterstützen in der Logistik ganz vorne mitzuspielen.

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