Dreifaches Frachtvolumen: Hoher Emissionsausstoß bis 2050 prognostiziert
Im Rahmen des International Transport Forum Anfang Juni in Leipzig präsentierte der OECD den ITF Verkehrsausblick 2017. Demnach könnte der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß bis 2050 aufgrund eines sich verdreifachenden Frachtvolumens um 160 Prozent steigen. Außerdem ergab der Bericht, dass der Straßengüterverkehr seine Wettbewerbsvorteile durch autonomes Fahren ausbauen könnte.
Mit dem ITF Verkehrsausblick 2017 wurden die zentralen Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Technologie untersucht, welche Einfluss auf die Mobilitätszukunft nehmen. Hinsichtlich der CO2-Emissionen kamen die Studienmacher zu dem Ergebnis, dass Optimierungen der Routen und gemeinschaftliche Fahrzeug- sowie Flächennutzung dazu beitragen könnten, die Umweltbelastung in Grenzen zu halten beziehungsweise einen geringen Anstieg um zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau zu erzielen. Lagerflächen und Lastkraftwagen könnten von mehreren Betrieben genutzt werden, um Leerfahrten zu reduzieren und die Auslastung zu erhöhen. Allein diese Maße könnte eine Senkung der CO2-Emissionen durch Lkws um circa ein Drittel nach sich ziehen.

Gleichzeitig seien Innovationen im Technologiesektor in der Lage den CO2-Ausstoß im Güterverkehr einzudämmen. Autonomes Fahren, gemeinsame Mobilitätslösungen und die Elektromobilität werden laut Prognosen der ITF-Experten dazu beitragen die Klimaauswirkungen des Verkehrssektors zu verringern. Von einer deutlichen Verschiebung der Wettbewerbsvorteile der individuellen Transportmodi hin zum Straßengüterverkehr gehen die Studienverantwortlichen aus, sollten autonome Lkws flächendeckend zum Einsatz kommen.
Langfristige und strategische Planungsarbeit erforderlich
Der Bericht weist darauf hin, dass politische und planerische Maßnahmen notwendig seien, um den genannten Veränderungen gerecht zu werden und CO2-intensiven Entwicklungen sowie kostspieligen Infrastrukturen entgegenzuwirken, welche frühzeitig veralten. Auch bezüglich Infrastrukturinvestitionen empfiehlt der ITF Verkehrsausblick die zukunftsweisende und langfristige Planung. Nicht nur der optimale Investitionszeitpunkt sei entscheidend, um dem Strukturwandel bei Produktion, Nachfrage und Versandwegen Rechnung zu tragen. Auch eine strategische Denkweise der Planer sowie die frühe Identifizierung von Engpässen sind laut ITF elementar. Diese Faktoren könnten die Basis für Straßen- und Hafen-Entwicklungen sowie die Flächenbereitstellung darstellen.
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