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Wie unseriöse Spediteure eine Branche in Verruf bringen

Nachrichten | 16.03.2006 | | Politik und Recht, Wirtschaft | Thema: ,

Einen heikles Thema hat die einzige überregionale deutschsprachige Wochenzeitung in der Türkei jetzt aufgegriffen. Es geht um Möbeltransporte zwischen Deutschland und der Türkei für Deutsche, die in der Türkei eine Wohnung oder ein Haus kaufen oder mieten, um einen Teil ihres Hausrates dorthin bringen lassen wollen.

In ihrer Ausgabe vom 3. März 2006 setzt die Aktuelle Türkei Rundschau die in der vergangenen Ausgabe begonnene Reportage über die Machenschaften von unseriösen Spediteuren auf der Route Deutschland – Türkei fort.

Was in dem geschilderten Fall zunächst positiv begann, mündet ein in eine Abfolge von Problemen, Unstimmigkeiten und – fast möchte man sagen: natürlich – höheren Kosten als veranschlagt.
Dazu einer der Herausgeber der ATR, Jürgen Fuß, im Gespräch mit uns: «Es beginnt immer damit, dass eine zügige und pünktliche der Abwicklung des Umzuges zugesagt wird. Am Anfang glauben die Kunden zudem fast immer, dass sie einen guten Preise vereinbart haben. Ein Vergleich der Angebote ist kaum möglich, weil natürlich jeder Transport anderes zusammengestellt ist. Ob er dann wirklich günstig war oder nicht, erfährt man oft erst Monate später, nachdem man schon in der Türkei ist.»

Wie auch immer – die erste Ernüchterung kommt in der Regel sehr schnell: zum vereinbarten Termin ist der erwartete Möbeltransporter nicht zur Stelle. «Man mag es akzeptieren oder nicht: deutsche und türkische Pünktlichkeit sind zwei Paar Stiefel», erläutert Fuß den Grund für diesen Frust. Insofern sollte man sich freuen, wenn der LKW überhaupt an dem Tag die Möbel abholt, den man zuvor festgelegt hatte – und nicht erst ein paar Tage später.

«Seien Sie trotzdem freundlich und bieten sie zunächst einmal ein Getränk an. Seinen Missmut zu diesem Zeitpunkt bereits zu äußern, wäre grundfalsch und vergiftet nur die Atmosphäre.» erklärt uns der ATR-Herausgeber. Diskussionen wird es ohnehin noch geben, wenn nämlich über den Umfang des Transportes kein Einvernehmen erzielt wird.

«Das Problem besteht darin, dass sich die Auftraggeber vorstellen, das Umzugsgut so zu stapeln, dass es bis unter die Decke des Lkw reicht. Das ist aber nicht im Sinne der Spediteurs!» klärt uns Fuß auf. «Warum auch immer, Spediteure werden immer einen Grund finden, dass sie nicht mehr als Zweitdrittel oder Dreiviertel der Gesamthöhe nutzen können. Natürlich treibt dass die Kosten für den Umzug kräftig in die Höhe, ganz im Sinne des Spediteurs!»

Ist man sich letztlich über den Preis einig, der erfahrungsgemäss nicht in der Mitte zwischen den Vorstellungen der beiden Vertragspartner liegt, sondern deutlich darüber, kommt die nächste Ernüchterung, wenn man am angekündigten Tag seinen Möbel und dem übrigen Hausrat in der Türkei entgegenfiebert. Hierzu Fuß: «Gehen Sie davon aus, dass dieser Tag so gut wie nie eingehalten wird.»
An der Stelle ergreift der ATR-Herausgeber doch noch Partei für die Spediteure. «Die Spediteure sind in einem argen Dilemma. Im Grunde alle wissen sie immer, dass sie den gewünschten Termin nicht einhalten können, wegen der langen Fahrzeiten und den unkalkulierbaren Wartezeiten beim Zoll. Hinzu kommt das Bestreben, die Lkw möglichst bis in die letzte Ecke hinein voll zu packen, damit sich Tour in die Türkei auch lohnt.

Aber würde ein Spediteur den Interessenten reinen Wein einschenken und gleich zugeben, dass der Transport mehrere Wochen dauert, hatte er den Auftrag möglicherweise schon verloren. Also macht er Zusagen, die er nicht einhalten kann.»

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Quellenhinweis:
Aktuelle Türkei Rundschau – ATR – einzige deutschsprachige überregionale Wochenzeitung der Türkei (Deutsche Herausgeber).

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