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Wechsel von Straße auf Schiene – Empfehlungen für Verlader

Nachrichten | 04.12.2017 | | Verkehr | Thema: , , ,

Obwohl seit Jahren gefordert wird, den Güterverkehr vermehrt auf die Schiene zu bringen, sagen die Zahlen etwas Anderes. Der Eisenbahnanteil stagniert mit durchschnittlichem Wachstum bei der Tonnagemenge am Aufkommen bei acht bis neun Prozent. Um den Güterverkehr erfolgreich auf die Schiene zu verlagern, sollten Unternehmen gründlich analysieren, recherchieren und Kontakte knüpfen. Die folgenden Empfehlungen können kleinen und mittelgroßen Betrieben die Herausforderung des Wandels erleichtern. Herkömmliche Bahntransporte mit ihrem Wagenladungsverkehr stehen hierbei gleichermaßen im Fokus wie der Kombinierte Verkehr (KV).

Nach dem der Bahnsektor in den 90ern liberalisiert wurde, entwickelten sich vielfältige Akteure, von privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) über Deutsche Bahn bis hin zu Tochterunternehmen von Staatsbahnen. Die von Speditionen gegründeten EVUs haben Speditionsaufgaben übernommen und sich zu einflussreichen Größen im Kombinierten Verkehr (KV) entwickelt. Da jedoch kein Unternehmen alle Leistungen anbieten kann, unterscheiden sich die Kompetenzen und es kommt zur regionalen Verteilung. Um Frachten auf der Schiene zu transportieren, müssen Betriebe regionale Faktoren in den Prozess einbeziehen. Darunter Verkehrsangebote, Infrastruktur und Mitbewerber.

Analyse der Rahmenbedingungen

Zur Realisierung von Transporten via Bahn, müssen größere Gütermengen gebündelt werden. Hierbei gilt es zu klären, welche Bedingungen logistisch erfüllt sein müssen und welches Volumen der entsprechende Betrieb beitragen kann. Unterliegt das Aufkommen einer gewissen Regelmäßigkeit, ist das bereits eine gute Voraussetzung. Darüber hinaus müssen Unternehmen Informationen über die Bedingungen der Empfänger einholen. Stimmen die Gleisanschlüsse? Gibt es Terminals für den KV? Bei Unklarheiten kann es sich lohnen einen Blick auf aktive Dienstleister und bestehende Bahntransporte zu werfen.

Erforderliche Maßnahmen prüfen und Kontakte knüpfen

Der Umstieg auf die Schiene kann intern massive Veränderungen erforderlich machen. Dies betrifft nicht nur die Disposition und Kommunikation, sondern eine Vielzahl an Sektoren. Möglicherweise wird ein eigener Gleisanschluss benötigt oder es soll eine neue Position für die Transportlogistik-Leitung geschaffen werden. Für eine wirtschaftliche und erfolgreiche Realisierung, müssen alle beteiligten Akteure des Projektes über entsprechende Kenntnisse der Bahnlogistik verfügen. Bei geringem Know-how steigt das Risiko für teure Fehleinschätzungen. Zum Schließen entsprechender Lücken, ist die Kontaktaufnahme mit Logistikinitiativen, Wirtschaftsförderern und Branchenverbänden empfehlenswert. Darüber lässt sich der direkte Draht zum Schienengüterverkehr herstellen, um zentrale Fragen zu klären. Es sollten hierbei stets mehrere Quellen genutzt werden, um sich die gesamte Bandbreite der Branche zunutze zu machen.

Beispiele für Branchenverbände:

• Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
• Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV)
• Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME)

Bezüglich potenzieller Investitionen in Schienentransporte ist es sinnvoll nach öffentlichen Förderungen zu fragen.

Von Erfahrung profitieren

Wenn der aktuelle Spediteur einem Unternehmen in Sachen Eisenbahnverkehr nicht weiterhelfen kann, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er lässt sich durch transparente Kommunikation der Beweggründe dazu motivieren sich die nötigen Kompetenzen anzueignen, oder es muss ein alternativer Spezialist für Bahnlogistik her. Die Beratung durch einen Experten ist generell ratsam. Selbstständige Eisenbahnbetriebsleiter, Ingenieursbüros mit Bahnlogistikerfahrung, Speditionen des kombinierten Verkehrs oder lokal ansässige Eisenbahnverkehrsunternehmen können wertvolle Ansprechpartner sein.

Doch selbst nach ausführlicher Recherche und intensiver Maßnahmenplanung, muss irgendwann der erste Schritt erfolgen. Um das unternehmerische Risiko einzudämmen und erste Daten zu sammeln, wäre beispielsweise der Transport von Kleinmengen im KV ideal. Aus möglichen Fehlern gilt es zu lernen und das, über die Recherche erziele Netzwerk aus Kontakten erweist sich beim Erfahrungsaustausch als unverzichtbar. Vielleicht finden sich sogar Partner, um Bahntransporte zu bündeln.

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