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Nachwuchsproblem der Logistikbranche – Fahrerengpässe nehmen zu

Nachrichten | 08.01.2015 | | Wirtschaft | Thema: ,

Beruf LKW FahrerDas Ausmaß des Nachwuchsproblems der Logistikbranche ist bundesweit massiv. Jeder vierte Berufskraftfahrer ist über 55 Jahre alt und scheidet in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben aus. Das ergab eine Studie des Heilbronner Verkehrswissenschaftlers Dirk Lohre.

Vorsitzende des Bundesverbandes der Transportunternehmer (BTV) Dagmar Wäscher betont: „Dieses Problem gefährdet die Wirtschaft“. Speditionen müssten daher auf ausländisches Personal mit schlechterer Ausbildung zurückgreifen. Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) bestätigt, dass 40 Prozent sämtlicher auf NRW-Straßen fahrende Lkw-Fahrer Ausländer seien. Viele stammen aus Bulgarien. Neuerdings sogar von den Philippinen. Geschlossen werden könne die Lücke mit ihnen nicht. Schmidt weiter: „Die gebietsfremden Fahrer sprechen kein Deutsch, haben Probleme damit, sich zurechtzufinden, verfahren sich, kommen zu spät an“.

Die Industrie- und Handelskammer NRW ist sich der Problematik bewusst. IHK-Verkehrsexperte Joachim Brendel schildert die möglichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft: „Wenn das Problem nicht gelöst wird, müssen Unternehmen zunehmend Aufträge ablehnen, weil sie keine Fahrer haben, die die Ware ausliefern“. In den kommenden zehn Jahren werden bis zu 50 Prozent der Fahrer aufgrund ihres Alters aus dem Berufsleben ausscheiden. Jünger als 35 Jahre sind heute bereits weniger als 15 Prozent der Berufskraftfahrer. Die Fahrerengpässe werden laut IHK weiter zunehmen. „Der Schuh wird weiter drücken, besonders dann, wenn wir die Folgen des demografischen Wandels zu spüren bekommen”, so Brendel.

Für den Fahrermangel gibt es verschiedene Gründe. Nach Angaben von Spitzenverbänden sind neben der mangelhaften Anerkennung der Gesellschaft für den Beruf insbesondere hohe Führerscheinkosten (ca. 2.000 Euro) verantwortlich. Die zusätzlich zum Führerschein erforderliche gesetzlich vorgeschriebene Berufsfahrer-Qualifizierung trägt ebenfalls zu den Fahrerengpässen bei. Rund 5.000 Euro müssen angehende Fahrer für diese Prüfung aufbringen. Dagmar Wäscher betont: “So viel Geld hat keiner mal eben übrig, der für diese Berufsgruppe in Frage kommt”. Hinzu kommt, dass es mittlerweile nicht mehr ohne weiteres möglich ist, den Lkw-Führerschein in Deutschland während der Bundeswehr-Grundausbildung zu absolvieren. Wäscher fügt hinzu: „Dadurch fallen Tausende weg, die als Quereinsteiger in die Branche kommen könnten“. Führerschein und Qualifizierung für ausländische Fahrer werden hingegeben in der Regel in Lettland ausgestellt, wo die Kosten deutlich geringer sind. BGL-Chef Schmidt kritisiert zudem die Lohnpolitik zahlreicher deutscher Speditionen: „Für das wenige Geld, was da gezahlt wird, machen das die jungen Leute von heute nicht mehr.”

Dass ein Imagewandel des Berufs nötig ist, darüber sind sich Spitzenverbände einig. Brendel rät: „Speditionen sollten in die Schulen gehen, einen Tag der offenen Tür für Jugendliche veranstalten, Praktika anbieten. Zeigen, wie spannend der Beruf sein kann“. Gemeinsam müssten sämtliche Beteiligte aus Verbänden, Wirtschaft und Politik Lösungen erarbeiten. Brendel fordert: „Wir müssen uns an einen Tisch setzen und das Problem angehen“.

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Quelle: RP Online / Bildquelle: hapa7 / Fotolia.de

9 Antworten zu “Nachwuchsproblem der Logistikbranche – Fahrerengpässe nehmen zu”

  1. ja,hallo ihr Dumpinglöhner und Ausbeuter
    richtig so….es müssten noch viel mehr Fahrer zu Hause bleiben,dann würden vielleicht mal halbwegs anständige Löhne gezahlt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Grabt euch nur euer eigenes Grab oder fahrt selber,am besten macht ihr alles im Dauerlauf,weil das verlangt ihr ja auch von euren Fahrern!
    Wenn ich so einen Schwachsinn höre,2000 brutto,Pause nur während des Abladens,Freizeit und Feierabend,wenns dem Dispionenten recht ist.Ihr könnt mich mal,da bleib ich lieber zu hause und schaukel mir die Eier.Soll ich vielleicht noch Geld mitbringen,damit euer Laden läuft????
    Zur Vollständigkeit sei gesagt,ich fahre seit 1993…….und seit es nur noch Dumpinglöhne gibt( ca.2010) lebe ich auf Kosten der Allgemeinheit……und das bleibt auch so,wenn das Lohnniveau so unterirdisch mies bleibt.

    sina

    • Pittfiess am 15.01.2015 @ 19:57

      hallo “sina”
      wer das gelesen hat und dazu deinen kommentar liest erkennt warum das image so unterirdisch ist.
      es wurde nicht mit einem wort der lohn eines fahrers angesprochen.lediglich die kosten eines führerscheines angesprochen.
      schade das ich 3 jahre sowas mitfinanzieren muss!!!

      • Thomas Frank am 25.08.2016 @ 09:04

        “es wurde nicht mit einem wort der lohn eines fahrers angesprochen!” Was willst du da denn noch groß ansprechen?

  2. wer lesen kann,ist klar im Vorteil,oder meinste nicht,Pittfies

    gugg mal…lesen können vorausgesetzt!

    BGL-Chef Schmidt kritisiert zudem die Lohnpolitik zahlreicher deutscher Speditionen: „Für das wenige Geld, was da gezahlt wird, machen das die jungen Leute von heute nicht mehr.”

    DAS SIND DOCH EINIGE WÖRTER ZUR lOHNPOLITIK;ODER??siehe oben

    das einzige,was in dieser Branche unterirdisch ist,ist die Lohnpolitik,wen interessiert deine Vorstellung von image,wenn ich diesen job einerseits liebend gerne mache,aber trotz 60 Stunden in der Woche nicht davon leben kann.Du bist bestimmt ein Schreibtischhengst,der keinen Plan hat,gelle???

    also bevor du weiter laberst,erstmal ALLES lesen…..oder fahr für den Dumpinglohn!

  3. Sandro am 21.01.2015 @ 20:59

    Ich finde das nicht nur die speditionen sind klar steckn die sich viel in de tasche es sind aber auch die auftragsgeber denn ein polischer speditör fahrt für fast die halfte des normalen angebots und das haben wir nicht die speditionen zu verdanken sonder unsere geliebte politik ich bin dafür das alle fahrer sich mal langsam einig werden und die lkw auf den autobahnen und bundesstrassen stehen lassen denn wenn das alle machen lernen sie dafraus und alle kraftfahrer können nicht ausgetauscht werden das geht über all nur bahn land flugverker post nur mut dazu denn gemeinsam sind wir nur stark und wenn wir das gemeinsam machen kann auch keiner seinen job verlieren ja ich bitte um ein streik damit alle lernen auch die politikwenn alles still steht ich bin der erste der stehen bleibt denn ich bin ein fahrer der immer ieder eine stelle bekommt und auch den mut dazu hat und mekere nicht nur rum denn wenn wir fahrer nichs machen vonn alleine kommt auch das essen nicht in den mund wir als gemeinschafft müssen das machen und wird keine gdl oder ig metall helfen den wir haben noch keine gerwerkschafft aber wenn wirzusammen halten sind wir auch stärker als die politik weil es viel mehr fahrer gibt als landesbedinstete (polizei) wir haben die zügel selbr ind der hand nicht meckern da kommen wirnicht weit handeln ist die diwiese
    SO DAMIT AUCH ALLE WISSEN DAS ICH DAS NICHT ZUM SPASS GESCHRIEBEN HABE UND DAMIT IHR WISST BEI WEN IHR EUCH MELDEN KÖNNT
    ICH HEIßE sandro buchholz und tel ereichbar unter die 01777526679

    • Sandro am 21.01.2015 @ 21:04

      Jetzt soll aber nicht gesagt werden das wird zensiert das ist laut deutscher verfassund rechtens sich schrieftlich und auch mündlich zu äusern eine zensur findet nicht stadt soll ich noch den paragrafen dazu aufschreiben oder schaut ihr selber nach 1

  4. Martin am 15.02.2015 @ 17:58

    Ich kann diesen Frust nachvollziehen. Auch ich habe den fehler meines Lebens gemacht und in der Speditionsbranche ausgelernt!
    Heute mache ich eine Umschulung weil ich Depressionen davon erlitten habe und es mein soziales Umfeld zerstört hat.
    Da ich ebenfalls einen LKW Führerschein habe werde ich diesen verfallen lassen!
    Ich sehe es nicht mehr ein alle 5 Jahre auf meine Kosten für solch einen miesen Job zu investieren.
    Lieber lebe ich in Armut als dass ich mich auf solch einen Job einlasse!

    Zum Glück hat es sich bei uns in der Schule schon herum gesprochen und keine Spedition weit und breit durfte bei uns hausieren. Lasst eure Kinder fahren!!!

    • Thomas Frank am 14.09.2015 @ 18:10

      Hallo!
      Für deine Umschulung wünsche ich dir viel Glück!
      Ich war bis zu meinem Arbeitsunfall 2013 auch LKW-Fahrer, habe dann über die BG die Möglichkeit erhalten, die Sachkundeprüfung für das Bewachungsgewerbe zu machen. Ich habe diesen Schritt nie bereut. Spesen bekomme ich zwar keine mehr, habe dafür aber, abgesehen von meiner Behinderung, wesentlich mehr Lebensqualität! Und da verzichte ich gern auf die Spesen!

  5. Antwort Sandro am 28.11.2015 @ 08:22

    So Sandro ich gebe die recht, aber wie willst den das unter einen Hut bringen alle europäischen LKWs auf den deutsche strassen zum steh zu bringen? So wie es aussieht ist es von der Politik auch so gewollt!

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