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Komplettübernahme von Scania durch VW

Nachrichten | 14.05.2014 | | Wirtschaft | Thema: ,

scania logoDie Komplettübernahme der schwedischen Lkw-Tochter Scania durch VW wird wie geplant erfolgen. Dies steht seit der Hauptversammlung am Dienstag fest. Künftig wird Volkswagen ohne die übrigen Minderheitsaktionäre in Schweden den alleinigen Zugriff auf Scania haben. Nach der Übernahme will VW den schwedischen Nutzfahrzeughersteller möglichst schnell von der Börse nehmen und das hauseigene Nutzfahrzeuggeschäft stärken. Scania wird damit Teil der Lkw-Gruppe bestehend aus VW-Nutzfahrzeuge und MAN.

Pünktlich zu Beginn der Hauptversammlung in Hannover erhielt VW vom schwedischen Fonds Alecta die Erklärung, dass die Offerte der Wolfsburger angenommen wird. VW-Vorstandschef Martin Winterkorn zeigte sich erfreut darüber, dass die Scania-Aktionäre das Angebot annehmen und kündigte an, dass nun das Ziel verfolgt wird das VW-Nutzfahrzeuggeschäft an die Branchenspitze zu bringen. Momentan ist dort Daimler vertreten.

Bis Ende April verfügte VW lediglich über 88,25 Prozent der Scania-Papiere und musste die Grenze von 90 Prozent erreichen. Nachdem VW die Angebotsfrist um drei Wochen verlängerte, stimmte ein Investor mit 0,4 Prozent dem Angebot zu. Erst die Zusage des Fonds Alecta, der gut zwei Prozent am Scania-Kapital hält, verhalf VW zur Überschreitung der notwendigen 90-Prozent-Schwelle. Mit 200 Kronen oder insgesamt 6,7 Milliarden Euro pro Anteilsschein versuchten die Wolfsburger die Aktionäre zu überzeugen.

Mit der Komplettübernahme will VW die Lkw-Gruppe stärken und in den kommenden Jahren eine Einsparung von einer knappen Milliarde Euro erzielen. Jährlich soll durch den vollständigen Durchgriff eine Ersparnis von mindestens 650 Millionen Euro realisiert werden. Für dieses Ziel sind die nächsten zehn bis 15 Jahre eingeplant. Da durch die neue Gruppierung der drei Marken bereits bis Ende 2014 Einsparungen von rund 200 Millionen Euro kalkuliert werden, würde VW letztendlich auf 850 Millionen Euro jährlich kommen. Gleichzeitig strebt VW an günstige Konditionen für gemeinsame Einkäufe zu erhalten und Forschung sowie Entwicklung enger zu verknüpfen. Optimiert werden könnte auch der Fahrzeugbau der Marken mit identischen Bauteilen, was im Pkw-Bereich schon heute Alltag ist. Aufgrund der langen Modellzyklen von Bussen und Lastwagen dürften sich die möglichen Effekte der Übernahme erst Mitte oder Ende des nächsten Jahrzehnts abzeichnen.

Laut Winterkorn wird derzeit an einem neuen Baukasten gearbeitet, der für leichte Nutzfahrzeuge gedacht ist. Geplant ist zudem die moderne Elektroantriebs-Technik für Busse und Großtransporter zu nutzen. Winterkorn äußerte, dass die Wahrscheinlichkeit groß sei, dass künftige VW-Familienbusse und die neue VW-Crafter-Generation batteriebetrieben sind. Bei der Pkw-Kernmarke wurde die Elektromobilität mit dem Golf und up! bereits realisiert.

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Quelle: dpa

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