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Investitionen sinken – Standort Europa wird uninteressant

Nachrichten | 08.05.2013 | | Wirtschaft | Thema: ,

Newsmeldung aus der Kategorie WirtschaftDie Studie “Global Excellence in Supply Chain Operations” beleuchtet Anforderungen an globale Lieferketten sowie Trends. Die Studie wurde von der Managementberatung BearingPoint in Zusammenarbeit der TU Darmstadt und LOGISTIK HEUTE erstellt. Die zentralen Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass der Standort Europa an Bedeutung verliert. Automobilzulieferer und Maschinenbauer werden in Zukunft vermehrt in Südamerika und Ostasien investieren. Für Unternehmen, die in den nächsten fünf Jahren neue Produktionsstandorte anstreben, sind diese Regionen attraktiv. Dagegen werden West- und Zentraleuropa sowie Nordamerika immer uninteressanter als Standort für ihre Vorhaben.

Durch die Analyse wurde außerdem festgestellt, dass lediglich drei der befragten 45 Unternehmen in ihrem Internationalisierungs-Prozess sehr gut aufgestellt sind. Die Ergebnisse sind allerdings branchenabhängig. Maschinen- und Anlagebau-Unternehmen haben bisher Schwierigkeiten beim Umsetzen von Supply-Chain-Prozessen, -Verfahren und –Methoden im internationalen Bereich. Im Gegensatz dazu werden Automobilzulieferer den globalen Anforderungen bereits gerecht. Insgesamt ist unter den Studienteilnehmern die Schließung von 13 Standorten und die Neueröffnung von 55 Werken in den kommenden fünf Jahren angestrebt.

Die Verschiebung der Standorte ist schon heute spürbar. Aktuell betreiben die an der Studie teilgenommenen Anlage- und Maschinenbauer bereits 46 Prozent ihrer Werke außerhalb von Zentral- und Westeuropa. Bei den Automobilzulieferern liegt der Anteil bereits bei 66 Prozent. In Zukunft sollen nur 36 Prozent der gesamten Produktionsstandorte innerhalb West- und Zentraleuropas liegen. Regionen in Osteuropa, die einst als beliebte Trendmärkte galten, inklusive Russland, werden ebenfalls uninteressanter. In Ostasien dagegen steigt der Anteil der Werke von 18 auf 21 Prozent. Südamerika kann seinen Anteil von sechs auf acht Prozent erhöhen.

Die größte, zukünftige Herausforderung sei nach Ansicht der Studienteilnehmer die Versorgungssicherheit der Supply Chain. Problematisch wären politische Spannungen und unsichere Transportwege.

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