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Höchste Priorität: Nord-Ostsee-Kanal und Elbvertiefung

Nachrichten | 21.02.2014 | | Verkehr | Thema: ,

Nord-Ostsee-KanalIn der Metropolregion Hamburg ist es Unternehmen und Interessenvertretungen besonders wichtig, dass maritime Infrastrukturprojekte in Norddeutschland schnellstmöglich realisiert werden. Ausbau und Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals sowie die Elbvertiefung haben höchste Priorität. Diese Erkenntnisse gehen aus der Marktexpertise zum Thema „Infrastruktur in Norddeutschland“ hervor, die von der HSH Nordbank AG erstmals veröffentlicht wurde. Sie gilt hinsichtlich Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Infrastruktur-Nutzern, -Betreibern, -Errichtern, Verbänden und Handelskammern als aktuelles Stimmungsbild. Unter den Top 50 Unternehmen des norddeutschen Verkehrssektors wurden Führungskräfte sowie Interessensvertretungen befragt. Sie repräsentieren tausende Unternehmen der Metropolregion und gleichzeitig hunderttausende Arbeitsplätze.

77 Prozent der Interessenvertretungen und 69 Prozent der Kunden stimmen laut Umfrage der Elbvertiefung zu. Damit könnte der Hamburger Hafen auch von Schiffen mit bis zu 14,5 Metern Tiefgang tidenunabhängig erreicht werden. Ohne die Vertiefung würde sich der Umschlag des Hamburger Hafens verringern und Großcontainerschiffe nicht mehr einlaufen. Diesbezüglich sind sich Befragte einig.

Noch stärker priorisiert wird der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals. 92 Prozent der Interessenvertretungen und 81 Prozent der befragten Kunden sind dafür, weil das Ausbleiben oder Verzögern dieses Projektes schwerwiegende Folgen hätte. Hamburg würde im Welthandel an Bedeutung und Ostseehäfen den wichtigsten Zubringer verlieren. Zudem wären Arbeitsplätze einzubüßen.

Neben den genannten priorisierten Maßnahmen wurden die Umsetzung der Y-Trasse als Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke, die Umsetzung der A 26 mit Fortführung als Hafenquerspange sowie Ausbau und Modernisierung der Hamburger Hafenbahn als notwendig bezeichnet. Der dreispurige Ausbau der A7 nördlich von Hamburg, die Elbquerung im Verlauf der A20 und der Neubau der Köhlbrandbrücke wurden von den Befragten nachfolgend aufgezählt. Die geringste Priorität wurde der festen Fehmarnbeltquerung zwischen Dänemark und Deutschland zugeordnet.

Die Befragung machte deutlich, dass es für ansässige Unternehmen entscheidend ist, dass die Verkehrsinfrastruktur auch künftig gesichert ist. Schließlich hänge der Unternehmenserfolg davon ab, wie attraktiv die Region als Wirtschaftsstandort ist.

Befragte beklagten einstimmig, dass es in Deutschland zu lange dauert bis Infrastrukturprojekte umgesetzt werden. Langwierige Planungsverfahren, fehlende Finanzmittel und fehlerhafte Kosteneinschätzungen bei Auftragsvergabe seien Gründe dafür. Als Refinanzierungsmöglichkeiten wurden öffentlich-private Partnerschaften und eine Ausweitung der Lkw-Maut genannt.

HSH Nordbank Pressemeldung / Bildquelle: UlrichAAB [CC-BY-3.0] Wikimedia

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