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Frachtbörsen

Frachtbörsen werden oft auch als Laderaumbörsen oder Frachtvermittlungen bezeichnet und sind Marktplätze auf denen die Nachfrage nach Transporten und Angebote an Transportkapazitäten zueinander finden. Sie vermitteln also zwischen den Anbietern einer Transportleistung (Verlader) wie z.B. Produktionsunternehmen und Transportunternehmen wie z.B. Speditionen. Während früher auch noch telefonische Systeme zum Einsatz kamen, sind heute elektronische, internetbasierte Lösungen absolut führend.

Viele Frachtbörsen bieten auch an Leerfahrten in das System einzutragen um dadurch Rückfrachten zu finden. Dadurch können unwirtschaftliche Leerfahrten vermieden werden.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Grundmodelle von Frachtenbörsen: Der Typ schwarzes Brett und der Typ Auktion / Rückwärtsauktion.

Beim Typ schwarzes Brett handelt es sich i.d.R. um Ausschreibungen. Es werden also Informationen zu Abholzeiten, Zustellzeiten, Abholort, Zustellort und Informationen zur Ladung wie Länge, Gewicht, Art der Ladung (wie Stückgut, Kühlgut, Schüttgut usw.) öffentlich ausgeschrieben. Aufgrund dieser Daten kann dann z.B. der Spediteur bei Interesse direkten Kontakt mit dem Verlader aufnehmen und ggf. einen Transportauftrag übernehmen.

Beim Typ Auktion / Rückwärtsauktion nennt der Anbieter der Transportleistung einen Höchstpreis zu dem er den Transportauftrag bzw. die Ladung vergeben will. Im folgendenden haben nun die Interessenten an diesem Auftrag die Möglichkeit ihre Gebote abzugeben und sich somit gegenseitig zu unterbieten. Abschließend kann dann der Anbieter des Transports nach Ende der Auktionszeit den Auftrag an den Transporteur mit dem geringsten Preis vergeben. Dies hat für den Anbieter oft eine stark kostensenkende Wirkung. Für die Transportunternehmen ist es dabei problematisch dass die ohnehin schon niedrigen Frachtraten noch weiter sinken.

Für die Auswahl einer Frachtenbörse sind folgende Kriterien von besonderer Bedeutung
Anzahl der Angebote
Nur wenn ausreichend viele Verlader Ihre Frachtaufträge bei einer Frachtenbörse einstellen, besteht eine reelle Chance auch tatsächlich Transportaufträge zu erhalten.
Höhe der Kosten
Die Preissysteme von Frachtbörsen variieren stark. Einige verlangen einen festen monatlichen Pauschalbetrag ohne dass weitere Kosten entstehen. Bei anderen Anbietern ist es eine Kombination aus einem monatlichen Festbetrag zu dem noch variable Kosten, berechnet je Transaktion, hinzukommen. Wieder andere berechnen nur Kosten nach Transaktion und Umsatz. Manche Frachtbörsen sind sogar völlig kostenfrei.
Vom System unterstützte Länder und Sprachen
Insbesondere bei international ausgerichteten Frachtbörsen ist es besonders wichtig das die vom Benutzer gewünschten Länder stark vertreten sind, und dass das System in mehreren verschiedenen Sprachen angeboten wird.
Gibt es eine gute Hotline zu angemessenen Kosten
Probleme können immer auftauchen. In diesem Fall ist es wichtig schnelle und kompetente Hilfe über die Hotline der Frachtenbörse zu bekommen.
Kostenlose Probezeit
 
Die meisten Anbieter von Frachtbörsen bzw. Laderaumbörsen bieten an Ihr System für ca. 1-3 Monate kostenlos zu testen. In diesem Zeitraum ist die Nutzung meist vollständig gebührenfrei. Manche Anbieter stellen lediglich keine Grundgebühren in Rechnung und berechnen dem Nutzer nur erfolgte Transaktionen bzw. vergebene Transportaufträge.
Hier eine Auswahl verschiedener Frachtbörsen:
Timocom:  www.timocom.de
Teleroute: www.teleroute.de
Nolis: www.nolis.com
Logintrans: www.logintrans.de
Lkw-Walter: www.lkw-walter.com
Kurierportal: www.kurierportal.com
Cargoclix: www.cargoclix.com
Benelog: www.benelog.com

 

Für spezielle Zwecke gibt es auch oft spezielle Frachtbörsen. Beispielsweise für Umzug www.umzugsauktion.de oder für Autotransporte u. Kfz-Überführungen www.autotransport-direkt.de