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Anforderungen an moderne Palettenetikettierer

| Gastartikel, Info | 28.06.2017

RFID

Anforderungen an moderne Palettenetikettierer Palettenetikettierer sind zum unverzichtbaren Instrument in der Speditions-, Logistik- und Versandbranche geworden, wenn es darum geht, Paletten zuverlässig zu etikettieren. Aber auch der Versandhandel bringt seinen branchenspezifischen Anforderungskatalog mit, um effektiv und reibungslos ein- wie ausgehende Ware zu labeln. Was erwarten Industrie und Handel von den Automaten?

Palettenetikettierer – Eine Form der indirekten Produktkennzeichnung

Zuverlässig und schnell jede denkbare Produkt- und Verpackungsoberfläche im Dienste einer ausreichenden Produktkennzeichnung zu identifizieren, gehört zur Grundanforderung, die an moderne Kennzeichnungstechnik und Beschriftungssysteme gestellt werden. Dabei stellen Etikettierungen eine von vier Grundmöglichkeiten dar, Produkte zu kennzeichnen.

Neben Etikettieranlagen gibt es noch

• Inkjet-Drucker
• Laserbeschrifter und sogenannte
• RFID-Systeme,

welche die Produkte direkt kennzeichnen. Denn bei Palettenetiketten handelt es sich um eine Etikettierlösung, die Produkte und Verpackungen indirekt kennzeichnet und unter anderem mit sogenannten Primary Labels, teilweise oder fertig vorgedruckten Etiketten arbeitet.

Sie enthalten einen Datensatz an Grundinformationen wie Firmenlogo, Bildmotiven und Wortketten, die bei teilgedruckten Etiketten noch durch Zusatzinformationen per Etikettendrucker ergänzt werden können.

Einige von ihnen tragen aus produktschutzrechtlichen Gründen noch zusätzliche Sicherheitsmerkmale, die teilweise nicht sichtbar sind. Andere Spezialetiketten wiederum müssen etwa besonders

• Chemikalien-resistent
• reißfest oder auch
• UV-beständig

sein.

Dabei kommen für eine Etikettenkennzeichnung verschiedene Systeme zum Einsatz.

Während die weitverbreiteten Etikettenspender in der industriellen Kennzeichnung – als Tischmodell oder Handgerät – primär dafür geschaffen sind, Mitarbeitern das Anbringen der Aufkleber so weit zu vereinfachen, dass diese Arbeit nicht zu einer Ermüdung führt, werden bei Druck-Spende-Systemen zwei Arbeitsschritte nacheinander vollzogen: Nach einer Vorbedruckung der Etiketten mit veränderlichen Daten werden diese anschließend vollautomatisch auf Produkt oder Verpackung aufgebracht.

Grundfunktions-Bauteile

Dabei bestehen Druck-Spende-Systeme neben dem Druckmodul-Herzstück noch aus verschiedenen Bestandteilen, wie etwa den

• Applikatoren und
• Spendestempeln.

Applikatoren übernehmen beim Etikettieren das bereitgestellte Etikett und bringen es mit berührenden oder berührungslosen Verfahren auf. Sie kommen in der modernen Drucktechnik üblicherweise als Plug & Play-Module zum Einsatz, die darauf ausgelegt sind, ein Etikett auch punktgenau an der Stelle auf einem Produkt anzubringen, wo dies gewünscht ist.

Dabei kann es für jede denkbare Etikettenposition auf dem Produkt einen anderen Applikator geben, der speziell für eine bestimmte Position ausgelegt ist. Modernste Applikatoren sorgen für einen kontaktlosen Auftrag auf das Produkt oder die Verpackung mit einer Durchsatzrate von 150 Etiketten pro Minute und mehr.

Andrücken oder Aufblasen

Spendestempel sind bestimmte Applikator-Formen, die beim sogenannten „Tamp-Verfahren“ Anwendung finden. Dabei arbeiten die Stempel mit Unterdruck, wobei das vom Trägerband abgelöste Etikett angesaugt wird, bis Produkt oder Verpackung in einer markierten Zielposition unter einer Vakuumplatte exakt justiert ist. Anschließend wird der Spendestempel durch den Zylinder abgesenkt und das Etikett appliziert.

Im Gegensatz dazu wird beim alternativen Wipe-On-Verfahren das Etikett auf eine Spendezunge aufgeschoben und anschließend mit der exakt gleichen Geschwindigkeit auf die Verpackung aufgewischt, mit der diese auf dem Förderband vorbeifährt. Damit eine fehlerfreie, gleichmäßige Haftung auf dem Trägermaterial gewährleistest ist, fährt abschließend eine mit Druck arbeitende Rolle einmal komplett über die Anklebestelle.

Ein drittes Applikationsverfahren arbeitet wie beim Tamp-Verfahren mit Saug-Luft, diesmal aber mit Über- statt Unterdruck: Bei den als Blow-Boxen“ oder „Blow-Pads“ bekannten Verfahren werden die Labels unter einem Luftstrom auf ein Produkt quasi aufgeblasen und mit Luftdruck angehaftet.

Sonderfall Palettenetikettierung

Als komplexe Etikettier-Anwendung erfordert der Etikettenauftrag bei Paletten-Etikettierungen die Hilfe einer anwendungsspezifischen Handhabung durch einen

• Hubzylinder
• Handhabungsachsen oder
• Roboter.

Paletten-Etikettierungen beanspruchen ein Höchstmaß an Flexibilität, die nur durch den Einsatz eines zusätzlichen Etikettendruckers ermöglicht wird, indem der reine Etikettier-Spender zu einem Etikettendruckspender ausgebaut wird.

Dabei bestehen zwar wie bei anderen Etikettierungsanwendungen auch die Hauptanforderungen im Rahmen von Paletten-Etikettierungen in

• guter Lesbarkeit
• zielgenauer Verklebung
• ausreichender Haftung
• hohe Durchsatzrate durch schnellstmögliches Drucken und Applizieren großer Etikettenmengen
• anwenderfreundliche Bedienung und Wartung.

Palettenetikettierungen jedoch erfordern typischerweise mindestens zwei Applikations-Orte, einen am Produkt selber und einen am Palettenklotz. Eine gute Lesbarkeit ist hier erst bei der korrekten Anbringung des Etiketts durch verlässliche Verklebung gewährleistet, was sich angesichts variierender Größe und Form der Ware sowie der unebenen und holzfaserigen Oberflächen der Palettenholz-Oberflächen der Paletten-Klötze als schwierig erweist. Die Paletten-Problematik erfordert daher einen höheren Technisierungsgrad der Anlage.

Daher arbeiten Palettenetikettier-Anlagen üblicherweise mit hocheffizienten Heißklebe- und Klammerverfahren. Sie müssen die spezialisierten Automaten in die Lage versetzen können, gleichzeitig Stirn- und Seitenfläche gepackter Paletten zu etikettieren, um Abläufe zeiteffizienter zu gestalten.

Die notwendigen Handhabungsachsen arbeiten dabei pneumatisch, um die zwei Seiten – in Einzelfällen sogar bis zur drei Seiten – gleichzeitig bedrucken zu können.

Papieretiketten werden zum Smart Label

In Etikettier-Anwendungen, in denen es besonders um Fälschungssicherheit geht und gesteigerte Sicherheitsanforderungen sich etwa dahingehend äußern, den exakten Standort von Produkt oder Verpackung jederzeit lokalisieren zu können, kommt eine neuartige Kennzeichnungstechnologie zum Tragen.

In der sogenannten RFID-Produktkennzeichnung (Radio Frequency Identification), kann ein Warenstrom – mit intelligenten Labels ausgestattet – jederzeit rückverfolgt werden.

Um gesteigerten Kundenwünschen zu begegnen, werden Etikette daher mit unsichtbaren Transpondern ausgestattet, die mit Daten programmiert werden können. Diese ermöglichen dann während des Warenstroms ein jederzeitiges Auslesen, Ändern oder Ergänzen der Informationen.

Dazu haben maschinenbautechnische Lösungen Palettenetikettierer mit RFID Adapter ausgestattet, das wahlweise werkseitig als Zusatzeinheit bereits festmontiert oder auch nachrüstbar ist. Er hält auf Vorrat nichtklebende RFID-Tags, die nur bei Bedarf mit appliziert werden.

Dabei werden die sicherheitsrelevanten Zusatzinformationen mit Hilfe einer ultrahochfrequenten Schreib-Leseeinheit in das Tag eingespeist, überprüft und das Etikett exakt beschnitten. Anschließend wird es vollautomatisch auf die Klebefläche des eigentlichen Etiketts geklebt, das bereits zuvor parallel zu dem Tag mit den artikelspezifischen Informationen bedruckt worden war. In einem letzten Arbeitsschritt werden dann beide Etiketten zusammen auf die Paletten geklebt.

Foto: fotolia©suthicha (#138305344)

     

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